Presseberichte zum Bauernvogelschießen 2018

Die „Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld 1396 e.V. werden im Jahr 2018 vom Königspaar Matthias und Danila Thiel und Fähnrich Matthias Flemming regiert.

Bei Kaiserwetter feierten die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld am Wochenende von  Freitag bis Sonntag ihr „Bauernvogelschießen“, das seit 1704 dokumentiert ist. Höhepunkt des Festes ist stets der Umzug der Mitglieder am Samstag durch die Altstadt und das Breckerfelder Umland.
Beim Antreten vor dem Vereinslokal „Haus Mähler“ konnte Adjudant Olaf Schemberg seinem Hauptmann Ralf Dahlhaus – beide traditionell zu Pferde – melden: „186 Schützen zum Bauernvogelschießen 2018 angetreten !“ Angeführt von den Vorreitern der amtierenden Majestäten und der „Schützenkapelle Kreuzberg“ zogen die Schützen durch die Altstadt bis zum Park „Alter Friedhof“ und von dort zum Rathaus, um wie seit Jahrhunderten den Verwaltungschef – heute Bürgermeister André Dahlhaus – abzuholen. Am Ende des Zuges fuhren die  Senioren  – unter ihnen als ältester Teilnehmer mit 90 Jahren Günter Schur  –  des Traditionsvereins auf einem geschmückten Wagen beim Zug mit. Den Traktor davor fuhr in diesem Jahr Paul Kleine aus Holthausen.
Den vielen Zuschauern bot sich auf dem mit Birkengrün und Bändern darin geschmückten Rathausparkplatz ein beeindruckendes Bild. Hauptmann Ralf Dahlhaus überbrachte Bürgermeister André Dahlhaus die Grüße der 186 angetretenen Bauernschützen verbunden mit dem Dank für die Unterstützung des Vereins durch die Stadt und  lud ihn zur Teilnahme am Umzug ein.
In seiner kurzen Ansprache dankte André Dahlhaus für die Einladung und unterstrich: „Wenn ich die große Zahl der Bauernschützen hier sehe, stelle ich erfreut fest: Die Tradition des Bauernvogelschießens in unserer Stadt lebt.“ Dieser prächtige Zug sei nur deshalb möglich, weil die Bauernschützen tief in den Ortschaften des Umlandes verwurzelt sind. Dem Verein sei es gelungen, die vielen neu ins Umland der Stadt Zugezogenen zu integrieren vor allem dadurch, dass diese bald merkten: Im ländlichen Bereich funktioniert Nachbarschaft täglich neu. Hinzu komme, dass die Familien der Bauernschützen die alte Tradition pflegen. Er erinnerte daran, dass in der Woche des Bauernvogelschießens gerade in den Bauernschaften, aus denen die amtierenden Könige und Fähnriche kommen, die Abschiede der beiden und der Empfang und die Bewirtung beim Abholen durch den Schützenzug nur mit Hilfe der gesamten Bauernschaft zu bewältigen ist. Und die damit zusammenhängenden Feiern festige die Gemeinschaft zusätzlich. Er wünschte dem Fest einen guten und frohen Verlauf.
Der folgende Zug durch die Gemeinde zum Abholen des Fähnrichs Benedikt Halfmann in Langscheid und König Dirk Höller in Lausberg verlangte den Aktiven einen Marsch von gut 12 km Länge bei Sonnenschein und hohen Temperaturen ab. Der Zug wurde von der Polizei abgesichert. Für die Pferde gab es an jeder Station Wasser und  Futter. Vom Rathaus führte er durchs Gewerbegebiet nach Langscheid. Dort gab es zur Stärkung Kaffee und Kuchen.  Dann ging es wieder zurück ins Gewerbegebiet und weiter  nach Brauck. Dort gab es eine Rast auf dem Hof der Familie Poth. Die Landjugend versorgte die Teilnehmer mit kalten Getränken. Anschließend führte der Weg durchs idyllische Steinbachtal nach Lausberg. König Dirk Höller bediente sie mit belegten Brötchen und Getränken. Über Kückelhausen zog man weiter bis Schlagbaum, hier genoss man hinter der Gaststätte unter der Hofeiche die Getränke der Landjugend und den weiten Ausblick in die Landschaft  nach Norden. Über Altenbreckerfeld und Ehringhausen erreichte der Zug den Schießstand der Kreisjägerschaft nahe Loh. Im Laufe des Nachmittags saßen die Schützen an den aufgestellen Tischen, gut bewirtet von der Landjugend mit Getränken und von Mitgliedern des Schützenvereins „Gut Ziel Delle“ mit Leckerem vom Grill.
Gut organisiert war dann der Schießwettkampf, zu dem 188 Schützen antraten. Die Unteroffiziere der Bauernschaften sorgten dafür, dass ihre Schützen rechtzeitig  zum Schießstand gingen. Das  Schießen auf zwei Bahnen leiteten die Schießwarte Martin Abel und Kai Windhöfel sicher. Der 1. Durchgang aller Schützen dauerte bis gegen 18.00 Uhr. Jeder  hatte zwei Schüsse. Wer eine 10 schoss, musste entscheiden, ob er am Stechen um die Würde von König oder Fähnrich teilnehmen will.  Es fielen viele „Zehnerschüsse“ – am Ende begann das Stechen um 18.15 Uhr mit 11 Schützen. Kommentar von Wolfgang Falkenroth, 1. Vorsitzender der Bauernschützen:“ So viele Schützen und soviele Teilnehmer am Stechen hatten wir noch nie.“
Draussen auf dem Platz brach Jubel aus, als Hauptmann und Adjudant die Namen der  neuen Majestäten bekannt gaben: König der Bauernschützen 2018  ist Matthias Thiel, Bauernschaft Berghausen. Neuer Fähnrich wurde Matthias Flemming, Bauernschaft Brenscheid.
IMG_1515Im vollbesetzten Festzelt sorgte am Abend beim KrönungsballIMG_1581 die bayrische Kapelle  „Grögötz Weißbir“ für beste Stimmung. Vor der Krönung  stellten sich die Bauernschützen im Festzelt auf. Hauptmann Ralf Dahlhaus begrüßte die vielen Gäste: „Wir hoffen für Sie auf viel Spaß und gute Unterhaltung.“ Sein besonderer Gruß galt neben Bürgermeister André Dahlhaus Altbürgermeister Klaus Baumann und den Abordnungen der befreundeten Schützenvereine. Danach zeichnete er Mitglied Paul Kleine mit der Ehrenmedaille  des Vereins aus. Vor der Krönung sorgte er mit seiner gekonnt zwischen Ernst und Humor wechselnden Schilderung des Tagesablaufes für viel Beifall. Er dankte den scheidenden Majestäten für ihr Engagement für den Verein im zurückliegenden Schützenjahr und dankte ihnen und ihren Bauernschaften für die gelungene Gestaltung des Tages auf ihren Höfen: „Viele Mitglieder der beiden Bauernschaften und Bewohner einiger Ortschaften am Weg des Zuges sorgten  vor ihren Häusern für viel geschmücktes Birkengrün auf unserem Weg.“
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Unter Beifall wurden die neuen Regenten auf die Bühne getragen und erhielten von ihren Vorgängern die Zeichen ihrer Würde: Königskette und Diadem das neue Königspaar Matthias und Danila Thiel, die Vereinsfahne der neue Fähnrich Matthias Flemming. Nach dem Eröffnungstanz, in den sich die Königspaare der befreundeten Vereine einreiten, begann die lange fröhliche Feier.
Das Fest endete am Sonntag mit dem Zeltgottesdienst  um 10.00 Uhr, der in einen zünftigen „Bayrischen Frühschoppen“ im Festzelt überging. Vor dem Zelt gab es eine  Hüpfburg und Spiele für die Kinder und eine   Ausstellung von Oldtimer-Treckern.

 


Matthias Thiel neuer König der Bauernschützen Breckerfeld

Das Matthias-Duell bei den Bauernschützen Breckerfeld ist entschieden:

Matthias Thiel ist neuer König, Matthias Flemming nun der Fähnrich.
Matthias Thiel ist neuer König der Bauerschützen der Landgemeinde 

Am Samstag hat er sich gegen seine zahlreichen Mitbewerber durchgesetzt und seine Frau Daniela zur Königin erkoren.

Und noch ein Matthias hat ein Amt: Matthias Flemming ist neuer Fähnrich. An seinerSeite steht seine Frau Maike.

Ein gelungenes Fest an einem schweißtreibenden Wochenende – das ist das Fazit des Vereinsvorsitzenden
Wolfgang Falkenroth. 

Hitzefrei? Das nimmt sich am Samstagvormittag keiner bei den Bauerschützen. Trotz ungewöhnlich hoher Temperaturen im Mai
nehmen 186 Bauernschützen an dem etwa 13 Kilometer langen Marsch durch die sechs Bauernschaften teil, um unter anderem auch den
amtierenden König Dirk Höller und Fähnrich Benedikt Halfmannabzuholen. Sogar mehr als in den vergangenen Jahren sind dabei.
Unermüdlich auch die Schützenkapelle Kreuzberg. „Ob bergauf oder runter, die haben immer gespielt“, lobt Wolfgang Falkenroth. Ausfälle gab es keine.

Der Vorstand hat aber auch vorgesorgt: „Früher gab es beim Fähnrich immer Kaffee und Brötchen und beim König Bier und Schnaps“, lacht Wolfgang Falkenroth .

„Jetzt haben wir beschlossen, dass es auch überall Wasser gibt.“

Das Königsschießen

Bei einer solch hohen Beteiligung beim Marsch ist am Schießstand in Ehringhausen am Mittag schnell klar: Bei soviel Schützen wird das Ganze
eine zeitliche Herausforderung. Zwei Schuss darf jeder der Berechtigten aus den sechs Bauerschaften abgeben. „Wer mindestens 15 Punkte
erzielt hat, darf ins erste Stechen“, erklärt Wolfgang Falkenroth. Und so dauert es einige Zeit, bis es schließlich zum entscheidenden Finale
kommt. Letztlich hat Matthias Thiel die ruhigste Hand. Er ist neuer König und sein ärgster Konkurrent, Matthias Flemming, als Zweitplatzierter
der Fähnrich.
Hat er sich die Königswürde in diesem Jahr fest vorgenommen? „Das kann man gar nicht“, sagt Matthias Thiel. „Bei so vielen Schützen, die
antreten, kann man gar nicht absehen, ob man am Ende bei den Letzten ist.“ Aber er widmet seine Königswürde dem Gedenken an seinen
Nachbarn: „Er ist im Frühjahr verstorben. Wir wollten eigentlich mal im Doppelpack antreten. Einer als König, einer als Fähnrich.“

Die Krönung am Samstagabend im Festzelt, der ökumenische Gottesdienst und der Frühschoppen am Sonntagmorgen – das alles hat
viele Besucher zum Bauernschützenfest gelockt. Aber auch die erstmals parallel stattfindende Oldtimer-Traktoren-Schau vor dem Festzelt
leistet ihren Beitrag. So ist Jörg Schmidt mit seinem Sohn Lasse (3) extra aus Mülheim an der Ruhr nach Breckerfeld gekommen. „Ich habe
davon in einem Fachforum im Internet gelesen und dann sind wir die 82 Kilometer gefahren. Denn Lasse ist ganz verrückt nach Traktoren.“
Der Weg wird sich für die beiden am Ende lohnen: Michael Wenderoth, der gleich vier Oldtimer-Traktoren sein eigen nennt, nimmt den Jungen
auf eine kleine Fahrt mit. Es ist die erste in seinem Leben. Und eine bleibende Erinnerung an Breckerfeld.


 

Bauernschützenkönig in Breckerfeld kann sein Amt empfehlen

Dirk Höller war ein Jahr lang der König der Breckerfelder Bauernschützen. Am Samstag wird ein neuer Regent gekürt. Der Alte
blickt zurück.
Seine Amtszeit geht am Samstag zu Ende: Wenn die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld nach dem rund 13 Kilometer langen
Marsch am Morgen ihr Vogelschießen beenden, dann steht der Nachfolger von Dirk Höller fest. Im Interview zieht er Bilanz.
Was war der Höhepunkt Ihrer Amtszeit?
Sicherlich die Feier am Samstagabend im vergangenen Jahr mit der Krönung. Aber auch die vereinsinterne Verabschiedung am vergangenen
Mittwoch. Und natürlich der Moment, als ich König geworden bin. Das war Adrenalin pur.
Haben Sie die Stunden gezählt, die Sie als König aufbringen mussten?
Nein, das ist ja nicht so etwas wie eine unangenehme Arbeit, bei der man auf die Uhr schaut. Die Königswürde ist etwas Schönes. Es hat mir
unheimlich Spaß gemacht.
Warum können Sie heute ihren Vereinkameraden empfehlen, auch um die Königswürde zu kämpfen?

 

Weil die Gemeinschaft so toll ist. Man ist als König nicht allein, sondern es gibt ganz viele, die unterstützen und helfen. Es ist einfach schön,
das zu erleben.
Der Marsch durch die verschiedenen Bauernschaften ist am Samstagvormittag stolze 13 Kilometer lang. Muss man dafür trainieren?
Als König habe ich es in diesem Jahr gut. Ich werden ja auf der Strecke abgeholt und gehe nur etwa ein Drittel mit. Aber sonst marschiere ich
mit. Und das ist natürlich kein Problem. Es ist wie eine Familienwanderung – und es gibt auch Pausen zwischendurch.

 


Auszug aus der Westfalenpost vom 08.05.2018 JS

Reichlich Tradition und ein paar Neuigkeiten

Bauernschützen feiern vom 25. bis 27. Mai. Vorverkauf für Zeltparty und Königsball startet

Die Strohpuppen auf den Wiesen vor dem Ortseingang stehen, Flyer und Karten sind gedruckt und die Vorfreude bei den Männern mit den blauen Kitteln und den roten Halstüchern steigt: Die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld feiern ihr Schützenfest von Freitag, 25., bis Sonntag, 27. Mai.

Wie das so ist bei einem Verein, dessen Wurzeln im Jahr 1396 liegen: Vieles hat mit Tradition zu tun. Vieles hat sich im Laufe von hunderten von Jahren bewährt. Und vieles wird deshalb so gehalten, wie man es schon immer gemacht hat. Und trotzdem ist im Jahr 2018 beim und rund um das Bauernvogelschießen einiges anders als zuletzt.

Die Band zum Beispiel, die im großen Festzelt auf dem Marktplatz für Stimmung sorgen soll. „Grögötz Weißbir“ heißt jene Formation, die die verhinderten „Stoapfälzer Spitzbuam“ vertritt. „Eine achtköpfige Delegation von uns ist eigens im November zu einem Kirchweihfest in Richtung Regensburg gefahren, um die Formation live zu erleben“, sagt Wolfgang Falkenroth, Vorsitzender der Bauernschützen. „Unter realen Bedingungen.“ Da wollten die Bauernschützen nichts dem Zufall überlassen. Die Party-Band aus dem Süden der Republik bestand die Feuertaufe und darf jetzt beim Auswärtsspiel in der Hansestadt ran. „Unsere Region ist für ,Grögötz Weißbir’ Neuland.“

Trecker beim Frühschoppen

Neues gibt es auch am Sonntag, wenn nach dem Gottesdienst im Zelt um 11 Uhr der traditionelle Frühschoppen startet. Erstmals werden am Festzelt Oldtimer-Trecker zu sehen sein. Dazu kommt, dass an diesem Tag die Fahne des Schützenvereins Gut Ziel Delle geweiht wird.

Gewohnt voll ist das Programm der Bauernschützen am Samstag. Um 8 Uhr treten die Blaukittel am Vereinslokal Haus Mähler an. Von dort aus geht es mit musikalischer Begleitung durch die Schützenkapelle Kreuzberg durch den Ort bis zum Rathaus, wo sich Bürgermeister André Dahlhaus dem Umzug anschließt. Weiter geht es über Langscheid, wo Fähnrich Benedikt Halfmann abgeholt wird, und Lausberg, wo sich König Dirk Höller anschließt. Geschossen wird dann auf dem Schießstand der Kreisjägerschaft Ennepe-Ruhr in Ehringhausen. „Insgesamt sind wir 13 Kilometer unterwegs“, so Olaf Schemberg.

Einlass in das Festzelt ist um 19 Uhr. Eine Stunde später wollen die Bauernschützen ihre neuen Majestäten krönen. Erstmals gefeiert wird im Festzelt am Freitagabend, Ab 20 Uhr legt DJ Manuel auf. Die Happy Hour (Bier zum Preis von einem Euro) dauert bis 21 Uhr.

Karten für die Zeltparty (5 Euro) und den Königsball (9 Euro) gibt es im Vorverkauf bei Raiffeisen Südwestfalen, im Haus Mähler, in der Stippstihe und bei Schur. Zum Frühschoppen am Sonntag ist der Eintritt frei. Weitere Infos auch unter www.bauernschuetzen-breckerfeld.de