Presseberichte zum Bauernvogelschießen 2015

 

Auszug aus der Westfalenpost vom 01.06.2015

Thomas Käsper neuer König der Bauernschützen

Wolfgang Abel wird als Zweitbester Fähnrich. Bürgermeister Baumann: „Ich trage den blauen Kittel mit Stolz.“

Das „Bauernvogelschießen“ der Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld 1396 zeigte am Wochenende einmal mehr: Den Verantwortlichen im Vorstand des Traditionsvereins ist es wieder gelungen, die Menschen in den Bauernschaften des weiten Umlandes der Hansestadt in das Geschehen rund um das größte Breckerfelder Schützenfest einzubinden. Am Ende des Tages wurden im großen Festzelt die neuen Würdenträger des Vereins  zu Beginn des Königsballs in ihre Ämter eingeführt: das Königspaar Thomas und Marion Käsper sowie Fähnrich Wolfgang Abel.

Abschied an den Vortagen

Nach den Abschiedsfeiern der Majestäten des Vorjahres – Königspaar Dirk und Britta Abel, Fähnrich Arnd Neuhaus – in ihren Bauernschaften Ebbinghausen bzw. Bühren II-Epscheid am Mittwoch und Donnerstag, begann der große Tag des Bauernvogelschießens am Samstagmorgen mit dem Antreten in der historischen Altstadt. Adjutant Olaf Schemberg konnte seinem Hauptmann Ralf Dahlhaus melden: „145 Bauernschützen sind angetreten.“ Dazu kamen die 15 älteren Aktiven, die auf dem festlich geschmückten Wagen Platz genommen hatten, der ihnen die Teilnahme am kilometerlangen Marsch durch die Landgemeinde ermöglichte.

Angeführt von der Schützenkapelle Kreuzberg, den beiden Vorreitern von König und Fähnrich und von Hauptmann und Fähnrich zu Pferde zogen die Blaukittel, ausgerüstet mit dem „schönsten Gewehr der Welt“ – einem mit Blumen und bunten Bändern geschmückten Hülsenbusch   (Ilex aquifolium) – durch Straßen und Gassen der Altstadt zum Abholen des Bürgermeisters auf den Parkplatz hinter dem Rathaus.

Dank an den Bürgermeister

„Am heutigen Tage holen wir Klaus Baumann als Chef der Verwaltung zum 29. Mal ab. Weil er im Oktober seinen Abschied von der Rathausspitze nimmt, hat er uns hier und heute zu einem kleinen Umtrunk eingeladen.“ Hauptmann Dahlhaus dankte Baumann und seiner Frau Margot für den Umtrunk und für die Unterstützung des Traditionsvereins in den vergangenen Jahrzehnten: „Unser Bürgermeister hatte immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen.“ Vorsitzender Otmar Schnepper und Ehrenvorsitzender Klaus Halverscheid unterstrichen in ihren Dankesworten die Verbundenheit der Eheleute Baumann mit den Bauernschützen.

Sichtlich bewegt erinnerte Klaus Baumann an den Tag, als er als zum ersten Mal, damals als Stadtdirektor, vom Vereinsvorstand beim Abholen seinen blauen Kittel und den 1. Hülsenbusch überreicht bekam: „Es gehört für mich auch heute nach 29 Jahren nicht zur Routine, das Ehrenkleid der Bauernschützen tragen zu dürfen. Nach wie vor trage ich den blauen Kittel mit Stolz.“

In diesem Jahr wurde Fähnrich Arnd Neuhaus in Epscheid und König Dirk Abel in Holthausen abgeholt. Danch ging es über den Wanderweg unterhalb des Neubaugebietes Südlich Westerfeld zurück zur Stadt. Danach stärkte man sich in Holthausen beim König Dirk Abel.

Ältester Teilnehmer 86 Jahre alt

 Gegen 15 Uhr erreichte der Zug den Schießstand des Schützenvereins „Grüner Kranz“ am Dickenberg. Hauptmann Ralf Dahlhaus verabschiedete dort die Schützenkapelle mit den Worten: „Ihr habt uns heute durch vier Klimazonen mit Sonne, Wind, Hagel und Regen sicher ans Ziel geleitet.“ Übrigens: Der älteste Teilnehmer, der die gesamte Wegestrecke zu Fuß zum 65. Mal zurücklegte, war mit 86 Jahren Günter Schur aus Epscheid.

Unter der Leitung der Schießwarte Martin Abel und Kai Windhöfel wurde das Scheibenschießen zügig abgewickelt. Am Ende stellten sich vier Aktive dem 1. Stechen um die Würde der neuen Majestäten. Im 2. Stechen siegte Thomas Käsper, Bauernschaft Brenscheid, und wurde König der Bauernschützen. Als zweitbester Schütze erlangte Wolfgang Abel, Bauernschaft Berghausen, das Amt des Fähnrichs.

Die Stoapfälzer Spitzbuam sorgten am Abend für Stimmung im Festzelt. Mit dem Zeltgottesdienst am Sonntag sowie dem anschließenden bayerischen Frühschoppen klang das Fest schließlich fröhlich und heiter aus.

 


Auszug aus der Westfalenpost vom 27.05.2015

Fähnriche auf Lebenszeit genossen ein hohes Ansehen

Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld feiern ab Freitag.

Schützenfest endet mit einem Frühschoppen am Sonntag

 

Die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld feiern am Ende dieser Woche ihr traditionelles „Bauernvogelschießen“. Das Festzelt steht bereits zwischen Marktplatz und Feuer- und Rettungswache.

Dokumentarisch gesichert ist das Bauernvogelschießen seit dem Jahr 1704. In früheren Zeiten fand das Königsschießen der Bauernschützen am 1. Samstag nach St. Johannis (21. Juni) statt. Damals ging es beim jährlichen Schießen nur um die Würde des Königs der Bauernschützen.

Ausgerichtet wurde das Fest beim jeweiligen König des Vorjahres. Das wichtigste Amt im Schützenverein der Landgemeinde hatte bis 1773 der Fähnrich inne. Er wurde auf Lebenszeit gewählt. Die Fähnriche hatten in der Landgemeinde ein hohes Ansehen. Ihren Anweisungen war Folge zu leisten. Fähnriche waren von 1704 bis 1707 Peter von Bühren, von 1707 bis 1740 Diedrich Hackenberg , von 1741 bis ca. 1773 Diedrich Christoph Hackenberg. Mit ihm endet die Reihe der gewählten Fähnriche.

Zweitbester Schütze

Die Nachfolger des letzten Fähnrichs werden bis heute beim jährlichen Bauernvogelschießen ermittelt: Wer nach dem König den zweitbesten Schuss auf die 10er Scheibe abgibt, wird neuer Fähnrich.

Seit den Anfängen bis heute schießen die Mitglieder der Bauernschützen der früheren Landgemeinde Breckerfeld in Gruppen nach ihrer Zugehörigkeit zu den Bauernschaften Berghausen, Ebbinghausen, Brenscheid, Neuenloh und Bühren. Anführer der Bauernschaften sind ihre in regelmäßigen Abschnitten gewählten Unteroffiziere bzw. deren gewählte Stellvertreter. Beim jährlichen Vogelschießen sammeln sie das Schussgeld ein und sorgen für die Reihenfolge ihrer Leute auf dem Schießstand.

Während in den Anfängen das jährliche Vogelschießen mit der Krönung des neuen Königs in der Scheune des Königs aus dem Vorjahr gefeiert wurde, feiert man seit Jahrzehnten den „Königsball“ an einem zen­tralen Ort in der Hansestadt in einem Festzelt. In den Jahren 1977 und 1978 stellte die Familie Mickenhagen-Cox ihre Scheune auf ihrem Hof in Klevinghausen zur Verfügung. 1978 und 1979 stand das Festzelt auf dem Platz, der heute als Breckerfelder Marktplatz dient. Nach der Fertigstellung der großen Spiel- und Sporthalle am Schulzentrum wurde dort von 1981 bis 2003 der Königsball gefeiert.

Aus Anlass des 300-jährigen Jubiläums des Bauernvogelschießens wird seit dem Jahr 2004 im Festzelt am Marktplatz gefeiert.

„Stoapfälzer Spitzbuam“ spielen beim Krönungsball

  • Das Schützenfest der Bauernschützen startet am Freitag, 29. Mai, ab 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) mit der Zeltparty.
  • Am Vereinslokal „Haus Mähler“ treten die Bauernschützen am Samstag, 30. Mai, 8 Uhr an. Das Vogelschießen auf dem Schießstand Dickenberg findet am Nachmittag statt.
  • Der Krönungsball startet um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr). Es spielen die „Stoapfälzer Spitzbuam“.
  • Mit einem Zeltgottesdienst startet der Sonntag, 31. Mai (10 Uhr). Anschließend steigt der „Bayerischer Frühschoppen“ mit der Kapelle aus Bayern.
  • Karten für die Feiern gibt es im Raiffeisenmarkt, in den Gaststätten Haus Mähler und Stippstiehe sowie im Geschäft Schur.

 


 

Auszug aus der Westfalenpost vom 11.05.2015

„Stoapfälzer Spitzbuam“ empfangen die neue Majestäten

Bauernschützen feiern seit mehr als 300 Jahren. Schützenfest dauert vom 29. bis zum 31. März. Frühschoppen zum Abschluss

Breckerfeld. Seit mehr als 300 Jahren ist ihr großes Fest dokumentiert. Ihr Bauernvogelschießen feiern die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld in diesem Jahr mit einem Festwochende vom 29. bis zum 31. Mai. Die organisatorischen Vorbereitungen dazu sind inzwischen abgeschlossen.

Die Zeltparty steigt am Freitag, 29. Mai, ab 20 Uhr im Festzelt am Marktplatz mit DJ Manuel. Das eigentliche Schießen findet am Samstag, 30. Mai, statt. Der Tag beginnt um 8 Uhr mit dem Antreten der Bauernschützen am Vereinslokal „Haus Mähler“ in der Denkmalstraße in ihren blauen Kitteln und roten Halstüchern, den bunt geschmückten Hülsenbusch als Gewehr geschultert. Angeführt von der Schützenkapelle Kreuzberg und den Vorreitern von König und Fähnrich sowie vom Hauptmann und seinem Adjutanten zu Pferde zieht der Festzug durch die Altstadt, um Bürgermeisters Klaus Baumann am Rathaus abzuholen. Dann folgt der lange Zug durch die Außenbereiche der Stadt. Zunächst wird Fähnrich Arnd Neuhaus in Epscheid abgeholt. Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen folgt der weite Weg zu König Dirk Abel in Holthausen.

Kurz ist danach der Weg zum Schießstand des Schützenvereins „Grüner Kranz“ am Dickenberg. Dort werden dann die neuen Majestäten des Jahres 2015 mit Schüssen auf die 10er Scheibe der 50-Meter-Schießbahn ermittelt. Am Abend beginnt um 20 Uhr der „Große Königsball“ (Einlass 19 Uhr) mit der bayerischen Kapelle „Stoapfälzer Spitzbuam“.

Zeltgottesdienst und Blasmusik

Der König erhält von seinem Vorgänger die alte Königskette, seine Königin das historische Diadem der Bauernschützen und der Fähnrich die Fahne des Traditionsvereins.

Zum Festabschluss trifft man sich am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr zum Zeltgottesdienst, der anschließend in den zünftigen „Bayerischen Frühschoppen“ übergeht, den die „Stoapfälzer Spitzbuam“ musikalisch gestalten. Vor dem Festzelt gibt es für die Kinder unter anderem eine Hüpfburg.

Otmar Schnepper, seit dem Jahr 2000 Vorsitzender der Bauernschützen: „Wir freuen uns wie unsere Vorfahren wieder auf ein frohes Fest. So wie es aussieht, können auch die noch aktiven Bauern des Vereins in Ruhe feiern.“ Schnepper, selbst aktiver Milchbauer, geht davon aus, dass die Ernte des ersten Schnitts auf den Grünlandflächen bis zum großen Fest abgeschlossen ist.