Presseberichte zum Bauernvogelschießen 2016

 

Auszug aus der Westfalenpost vom 30.05.2016

Uwe Kraus schießt sich im siebten Stechen auf den Thron

Bauernschützen feiern ihren neuen Regenten und Fähnrich Stefan Schilling. 20 Schützen ziehen zum ersten Mal mit

Uwe und Susanne Kraus regieren als neues Königspaar die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld im Schützenjahr 2016.

Ihnen zur Seite steht das Fähnrichspaar Stefan Schilling und Andrea Laberenz.

Groß war der Jubel der Bauernschützen, als Hauptmann Ralf Dahlhaus das Ergebnis des siebten Stechens am Samstag um 18.50 Uhr auf dem Platz vor dem Schützenheim der Deller Schützen bekanntgab.

Der Tag des Bauernvogelschießens 2016 begann bereits um 8 Uhr. Die Blaukittel traten mit ihren geschulterten bunt geschmückten Hülsenbüschen vor dem Vereinslokal „Haus Mähler" an. Adjutant Olaf Schemberg meldete nach dem Abzählen seinem Hauptmann Ralf Dahlhaus: „ 167 Bauernschützen angetreten."

Zug Rathaus - Anschließend zog der Schützenzug, angeführt von den beiden Vorreitern des amtierenden Königs Thomas Käsper (Karl Dahlhaus) und des Fähnrichs Wolfgang Abel (Christian Abel), der Schützenkapelle Kreuzberg und von Hauptmann und Adjutant zu Pferde durch die Straßen und Gassen der historischen Altstadt zum Breckerfelder Rathaus.

Auf dem mit Birkengrün geschmückten großen Parkplatz begrüßte Hauptmann Ralf Dahlhaus Bürgermeister André Dahlhaus: „Wir holen heute unseren neuen Bürgermeister ab, der vor seinem Umzug vom elterlichen Hof in die Stadt als junger Bauernschütze zehn Jahre im Blaukittel bei uns aktiv war." Beim fälligen Tusch der Kapelle und den Hoch-Rufen der 167 Bauernschützen hatten die Reiter Mühe, ihre Pferde zu beruhigen. Die beiden Vorsitzenden des Traditionsvereins Wolfgang Falkenroth und Dirk Abel überreichten ihm seinen Hülsenbusch.

Bürgermeister Dahlhaus bedankte sich herzlich: „Ich freue mich, hier und heute als Vertreter unserer schönen Hansestadt auf dem Platz am Rathaus meinen Einstand geben zu können. Bereits in den letzten Tagen konnte ich bei den Abschieden von König Thomas Käsper in Brenscheid und Fähnrich Wolfgang Abel in Funkenhaus begeistert feststellen: Die Tradition der Bauernschützen lebt, der Zusammenhalt der Bauernschützen war dort wie auch heute erlebbar." Wenn er in die Runde schaue, sehe er Familien mit bis zu drei Generationen vertreten, bei denen die Alten den Zug auf dem Wagen miterleben. Die ältesten Teilnehmer im Zug waren: Ernst-August Niggeloh, Brenscheid, (87), Herbert Schmidt, Berghausen, und Günter Schur, Epscheid (beide 85). Beifall gab es auf dem Rathausplatz, als der Hauptmann bekanntgab: „Heute gehen 20 junge Bauernschützen zum ersten Mal mit im Zug."

"Die Tradition der Bauernschützen lebt." André Dahlhaus, Bürgermeister

Dann machten sich die Bauernschützen auf ihren viele Kilometer langen Zug durch die grünende und blühende Landschaft, um Fähnrich Wolfgang Abel auf seinem Hof in Funkenhaus und König Thomas Käsper in Brenscheid abzuholen und am Ende den Schießstand des Schützenvereins „Gut Ziel Delle" zu erreichen. Auf dem Weg nach Brenscheid gab es Raststellen der Landjugend am Schlagbaum und auf dem Hof Poth in Brauck.

Nach dem Erreichen des Schießstandes gegen 14.30 Uhr begann das Schießen auf die Scheibe. Geordnet nach den Bauernschaften riefen deren Unteroffiziere ihre Aktiven auf. Wer im ersten Durchgang eine Zehn bei seinen beiden Schüssen erreichte, konnte sich entscheiden, ob er am Stechen um die Ämter von König oder Fähnrich antritt. Zwölf

Schützen aus fünf Bauernschaften traten zum ersten Stechen an. Im siebten Stechen siegte dann König Uwe Kraus aus der Bauernschaft Bühren I, Fähnrich wurde als zweitbester Schütze Stefan Schilling aus der Bauernschaft Brenscheid.

Im Festzelt schilderte Hauptmann Ralf Dahlhaus den Ablauf des Tages für die vielen Festbesucher, während die Aktiven auf der großen Tanzfläche standen. Unter Beifall wurden König und Fähnrich auf den Thron getragen und ihre Frauen auf denThron geführt. Sie erhielten Königskette, Diadem und Fahne von ihren Vorgängern. Hauptmann Ralf Dahlhaus wünschte ihnen eine gute Hand für ihre Regentschaft.

Dem ausgeschiedenen Königs und Fähnrichs Paar dankte er für ihr Engagement: „Ihr habt die Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld im letzten Jahr gut vertreten." Nach der Eröffnung des Tanzes begann der fröhliche Königsball, bei dem die „Stoapfälzer Spitzbuam" aus Bayern für gute Stimmung sorgten. Den Gottesdienst am Sonntag im Festzelt leitete Pfarrer Paul- Gerhard Diehl, die Fürbitten lasen die Bauernschützen Bernd Allefeld und Franz Nadler. Anschließend gab es einen zünftigen „Bayerischen Frühschoppen" mit den „Stoapfålzer Spitzbuam". Gegen 14 Uhr wurden die Preise der großen Tombola vergeben und dem „Alt-König" Thomas Käsper das alte Lederherz der Bauernschützen, das aus dem Jahr 1703 stammt, von seinem Vorgänger Dirk Abel überreicht. 


Auszug aus der Westfalenpost vom 28.05.2016

Ein Schuss in die Zehn, ein Schuss ins Glück

 

Den Königshund nennen sie ihn. Liebevoll und mit einem Lächeln. Sammy, der Königshund, läuft vom Napf durch das Wohnzimmer in den Garten. Hin zu jenem Punkt, an dem sich Marion und Thomas Käsper für den Fotografen postiert haben. Der Königshund aber schafft es nicht aufs Bild. Zu klein. Der Fotograf schneidet heute mal das Paar auf Bauchnabelhöhe. Das Schuhwerk der Königin passt an diesem Morgen so recht nicht ins Bild.Die Schuhe passen nicht. Sonst aber passt alles. Der blaue Kittel, die Schärpe, das Lachen des Paares aus Brenscheid, das ein Jahr lang an der Spitze der Bauerschützen stand. „Es war eine wunderschöne Zeit“, sagt Thomas Käsper, „so etwas muss man mal erlebt haben.“

Rückblick:

Es war eine kühle, eine nasse Wanderung am Tag des Königsschießens. Eine, auf der Thomas Käsper schon vor dem Schießstand kehrt machen wollte, um sich daheim ein wenig frisch zu machen für das Königsfest im Zelt. Dann aber traf er am Stand der Junggesellen ein, die ihn einst zum Knustenkönig ernannt hatten. Er quatschte ein wenig, er trank ein wenig, ließ schließlich einen „Zerstörer“ die trockene Kehle hinablaufen und hatte dabei immer seinen Vater im Hinterkopf: Fritz Käsper hatte die Königswürde im Jahr 1960 inne. „Schließlich saß ich da und war im Stechen“, umschreibt Käsper die entscheidende Szene und lässt mal kurz außer Acht, dass seine Marion noch versuchte, ihn von seinem Plan abzubringen. Vergeblich: Käsper schoss auf die Scheibe. Und schon nach seinem ersten Schuss auf die Scheibe – mitten in die Zehn, mitten ins Glück hinein – stand fest:

Ein Paar genießt jeden Moment:

Er war derjenige, der am Abend unter lautem Jubel ins Festzelt einziehen würde. „Da“, sagt Marion Käsper, „wusste ich nicht so recht, ob ich lachen oder weinen sollte.“Käspers zogen ein. Und das Paar genoss fortan jeden Moment. „Man spürt permanent das Adrenalin“, sagt Thomas Käsper, „am Ende haben wir vor Freude auf dem Tisch getanzt. “Der Abend sollte nicht das letzte unvergessliche Erlebnis für die Käspers aus der Bauernschaft Brenscheid bleiben. Denn auf die Krönung folgte die Wahl zu Schützenkönigin unserer Zeitung. „Eigentlich“, sagt Marion Käsper, „bin ich jemand, der nicht so gerne im Mittelpunkt steht. Dann aber habe ich gesehen, dass andere Breckerfelder Vereine ja auch mitgemacht haben. Da habe ich gedacht, dass ich als Repräsentantin des größten Vereins schlecht kneifen kann “Eine Entscheidung, die sie nicht bereut. Denn die Bauernschützen machten mobil, organisierten Stimmen. „Jeden Morgen kam über unsere What’s-App-Gruppe der Aufruf, sich an der Abstimmung zu beteiligen“, erinnert sich Marion Käsper. Stimme und Stimme trudelte über das Onlineportal ein. Und Marion Käsper aus dem beschaulichen Brenscheid gewann die erste und die zweite Abstimmungsrunde.

Tolle Fete in Olsberg

Was folgte, war eine Fete in Olsberg, von der Käspers und viele andere Bauerschützen noch heute schwärmen: „Ein traumhafter Tag, ganz toll aufgezogen“, sagt Marion Käsper, „in einer bombastischen Schützenhalle.“ Mit einem eigens gemieteten Bus war die Delegation von Breckerfeld aus ins Sauerland gereist, um mit den anderen Vereinen die Regionalsiegerinnen gebührend zu feiern. 100 Liter Freibier und 20 Liter Fassbrause der Brauerei Veltins waren der Preis. Gerstensaft, der vor einigen Tagen beim Königsabschied in würdigem Rahmen ausgeschenkt wurde.

 


Auszug aus der Westfalenpost vom 25.05.2016

Bauernschützen feiern drei Tage lang

Zeltparty, Königsball und Frühschoppen: Traditionsschützenverein hofft auf viele Besucher

Die „Bauernschützen der Landgemeinde Breckerfeld" feiern an diesem Wochenende ihr „Bauernvogelschießen". Das Fest des größten Taditionsschützenvereins der Hansestadt ist nicht mit den Schützenfesten der übrigen Schützenvereine vergleichbar. Seit langer Zeit ermittelt der Verein, der nur Männer in seinen Reihen aufnimmt, die selbst im Außenbereich der Hansestadt ein Haus besitzen, seinen König (bester Tagesschütze) und Fähnrich (zweitbester Schütze) auf dem Schießstand im Außenbereich der Stadt, der dem Wohnort des amtierenden Königs am nächsten liegt. Geschossen wird mit dem KK-Gewehr aufgelegt auf die Zehner Scheibe.

Das „Bauernvogelschießen 2016" startet am kommenden Freitag, 27. Mai, um 20 Uhr mit der „Zeltparty" im Festzelt neben dem Marktplatz. Dort sorgt DJ Manuel für Stimmung. In der „Happy Hour" zu Beginn kostet ein Bier 1 Euro. Der Eintritt an der Abendkasse liegt bei 6 Euro, im Vorverkauf 5 Euro. (Vorverkaufsstellen: Raiffeisenmarkt, Gaststätten Haus Mähler und Stippstihe und Geschäft Radio/TV Schur.)

Am Samstag, 28. Mai, beginnt um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), der „Große Königsball" im Festzelt. Nach der Krönung der neuen Majestäten spielen die „Stoapfälzer Spitzbuam" zum Tanz auf. Der Eintritt liegt bei 8 Euro, Vorverkauf 7 Euro.

Am Sonntag, 29. Mai, gibt es um 10 Uhr den „Zeltgottesdienst" im Festzelt, der anschließend in den „Bayerischen Frühschoppen" mit den „Staoapfälzer Spitzbuam" übergeht. Bei beidem ist der Eintritt frei. Alle Breckerfelder und Freunde der Bauernschützen aus der Region sind eingeladen.

Höhepunkt für die Mitglieder der Bauernschützen ist der Samstag:

Um 8 Uhr treten die Mitglieder in ihren blauen Kitteln, möglichst mit schwarzer Hose und roten Halstüchern in der Denkmalstraße vorm Vereinslokal „Haus Mähler" an.

Langer Schützenzug:

Alle tragen „das schönste Gewehr der Welt" — den mit Blumen und bunten Bändern geschmückten „Hülsenbusch" (Ilex aquifolium) — über der Schulten- Nach der Meldung der Zahl der Schützen durch den Adjutanten an den Hauptmann zieht der Schützenzug, begleitet von der Schützenkapelle Kreuzberg, durch die Straßen der Innenstadt. Wegen der Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr muss der Zug diesen Bereich meiden. Über den Ostring geht es zum Rathaus, um Bürgermeister André Dahlhaus abzuholen. Vom Rathaus geht es durch das Wohngebiet Wengeberg. In der Sylbach biegt der Zug auf den Wanderweg Richtung Altenbreckerfeld ab. Von Altenbreckerfeld aus zieht man zum Abholen von Fähnrich Wolfgang Abel auf seinen Hof in Funkenhaus. Nach der Stärkung mit Kaffee und Kuchen geht es weiter über Schlagbaum und Holand an Breloh vorbei ins Steinbachtal. Von der Alten Schmiede aus geht es über Brauck, an Peyinghausen vorbei nach Brenscheid. Dort stärkt man sich bei König Thomas Käsper mit belegten Brötchen. Da das Wandern durstig macht, sind unterwegs Rastplätze eingerichtet. Von Brenscheid aus führt der Zug zum Schießstand des Schützenvereins „Gut Ziel Delle". Dort werden die Majestäten des Jahres 2016 beim Schießen mit dem KK-Gewehr auf die Zehner Scheibe ermittelt. (OE)