Königs- und Fähnrichstreffen

 

Am 30. April 2004 fand auf dem Hof Schnepper in Epscheid

das Königs- und Fähnrichstreffen der Bauernschützen statt.

 Gruppenbild Königinnen

Gruppenbild mit den Königinnen der Bauernschützen

 

Bauernschützen läuten heiße Feier-Phase ein

Westfälische Rundschau vom 04.05.2004

Breckerfeld. (sie) "Ich kenne sie alle." Und damit hatte sich Paul Kleine, Schriftführer der Bauernschützen, tatsächlich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt: Alle noch lebenden Königinnen des Traditionsvereins bekamen von ihm eine Rose überreicht beim Treffen der Fähnriche und Regentenpaare in Schneppers Scheune in Epscheid. Die heiße Feier-Phase zum 300-Jährigen hat begonnen.

"Weil die Königinnen wegen der Vorstandsarbeit so oft auf ihre Männer verzichten müssen", begründete Vorsitzender Otmar Schnepper den edlen Blumengruß. Und er freute sich, dass so viele der Ehemaligen gekommen waren.

Am längsten auf ihre Regentenzeit zurück blicken konnte an diesem Abend Anneliese Wickert, die 1951 die Krone trug. Insgesamt 27 Königinnen, 24 Könige und 29 Fähnriche sind aus den letzten Jahrzehnten noch dabei, einige von ihnen waren gleich mehrfach an der "Macht" gewesen.

Ehrenvorsitzender Klaus Halverscheid hieß auch den ältesten Bauernschützen in der fröhlichen Runde willkommen: Julius Ferron, heute 83 Jahre alt, war 1949 beim ersten Vogelschießen nach dem Krieg der zweitbeste Schütze und damit Fähnrich. Mit Heinz Wawrzyniak entdeckte Halverscheid auch einen der ältesten Könige - 1952 landete der Mann aus der Drehe den umjubelten Königstreffer, 13 Jahre später war er dann Fähnrich.

"Ich kann mich an viele schöne Stunden erinnern", sagte der Ehrenvorsitzende und Fähnrich von 1984 bewegt - und diese Erinnerungen aufzufrischen war bei diesem Aufmarsch der Majestäten die beste Gelegenheit.

Otmar Schnepper bedankte sich bei allen, die mitgeholfen hatten, das Fest zu organisieren und durchzuführen. So hatten Ralf und Sandra Dahlhaus einige Schützenfest-Impressionen aus dem Bilderschatz ausgewählt, auch die alte Fahne von 1868 war drapiert, Helmut Degen hatte zum Jubiläum ein Schild gemalt und mit Oliver Korthaus sorgte auch ein Bauernschütze für die Musik.

Die Bedienung der Festgemeinde hatten die Epscheider Junggesellen übernommen - sie hatten schließlich nach der Idee von Rolf Effey die Veranstaltung zusammen mit Jens Wallbrecher und Heinz-Werner Allefeld aus der Taufe gehoben.

 


Strohblaukittel sind nicht zu übersehen

Auszug aus der Westfalenpost vom 04.05.04

Breckerfeld. (OE) An beiden Ortseinfahrten der L 528 am Wengeberg und am Königsheider Kopf werben zwei fast sieben Meter hohe Bauernschützen mit Blaukittel, rotem Halstuch und dem Hülsenbusch für das Jubiläum "300 Jahre Bauernvogelschießen". Der Verein der Bauernschützen geht selbst davon aus, dass er seine Existenz auf das Jahr 1396 zurückführen kann, als die Stadt das Recht zur Aufstellung von Schützen erhielt. Das Fest des Bauernvogelschießens ist seit 1704 dokumentiert.

Zum Auftakt der Jubiläumsfeiern trafen sich am Vorabend des 1. Mai alle noch lebenden ehemaligen Könige und Fähnriche des Vereins in der Scheune des Hofes Schnepper in Epscheid. Vorsitzender Otmar Schnepper begrüßte als erstes die amtierenden Majestäten Bernd Allefeld und Königin Gabi, Fähnrich Norbert Falkenroth, den Ehrenvorsitzenden Klaus Halverscheid und Bürgermeister Klaus Baumann. An alle anwesenden ehemaligen Königinnen überreichte die amtierende Königin Gabi Allefeld eine rote Rose.

In der festlich mit Birken geschmückten Scheune zeigten Bildtafeln Eindrücke von Festen der Bauernschützen in den vergangenen Jahren. Ehrenvorsitzender Klaus Halverscheid begrüßte besonders Julius Ferron als ältesten Bauernschützen sowie den ältesten ehemaligen König, Heinz Wawrzyniak.